AT-Verband
Satzung
http://www.at-verband.de/atv/satzung.html

© 2015 AT-Verband
 
 
 

Satzung

Satzung des AT-Verbandes

§1        Name, Sitz, Geschäftsjahr

Der Verband führt den Namen "AT-Verband, Verband zur Förderung angepasster, sozial- und umweltverträglicher Technologien e.V."

Der Verband hat seinen Sitz in Stuttgart.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§2        Zweck des Verbandes

1.    Zweck des Verbandes ist die Verbreitung angepasster, sozial- und umweltverträglicher Technologien in Entwicklungs- und Industrieländern.

2.    Zu diesem Zweck vereint der Verband Fachleute, Nachwuchskräfte und Interessierte verschiedenster Disziplinen und aus aller Welt, um deren Erfahrungen zu sammeln, auszuwerten und in geeigneter Weise z.B. durch Veranstaltungen und Seminare zu veröffentlichen.

3.    Auch initiiert und führt der Verband durch seine Mitglieder Gespräche z.B. mit Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit in den jeweiligen Ländern.

4.    Der Verband wird Fach- und Nachwuchskräfte insbesondere aus Entwicklungsländern durch Bereitstellung von Erfahrungen und Infrastruktur des Verbandes und weitere persönlicher Hilfen unterstützen.

5.    Der Verband verfolgt keine parteipolitischen Ziele.

 

§3        Gemeinnützigkeit

1.    Der Verband verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Er ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

2.    Mittel des Verbandes dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Verbandes. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Verbandes fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

3.    Bei Auflösung des Verbandes oder Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Verbandes an die Deutsche Welthungerhilfe, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat.

 

§4        Erwerb der Mitgliedschaft

1.    Der Verband hat ordentliche und fördernde Mitglieder.

a)  Ordentliche Mitgliedschaft

Ordentliche Verbandsmitglieder können werden:

-      Consultingunternehmen, Vereine (Verbände, Gruppen, Einrichtungen) und Freiberufler, Mitarbeiter von Forschungsinstitutionen, Hochschulen und vergleichbaren Institutionen, die sich verpflichten, im Sinne der Verbandsziele aktiv planend, entwickelnd oder beratend tätig zu sein.

Insbesondere verpflichten sie sich zu einer problem- und nicht auftragsorientierten Vorgehensweise in der Beratung und Projektgestaltung.

Weitere Voraussetzungen sind:

-      Nachweis einschlägiger Fachkenntnisse und mehrjährige Berufserfahrung im Bereich Angepasste Technologien,

-      Empfehlungen von mindestens zwei Verbandsmitgliedern,

-      Unabhängigkeit der Tätigkeit von Liefer- und Herstellerinteressen. Zusätzliche Lieferaufträge in eigenem Namen und auf eigene Rechnung sind zulässig, wenn es sich dabei um innovative Produkte aus eigener Herstellung und begrenzter eigener Fertigung handelt, oder wenn Produkte dritter Hersteller zum Einsatz kommen, zu denen keine ständige Bindung oder geschäftliche Verflechtung besteht. In jedem Fall sind direkte und indirekte Lieferinteressen gegenüber dem Auftraggeber offenzulegen.

Weitere Einzelheiten werden in der Geschäftsordnung geregelt.

b)  Fördernde Mitglieder können werden:

-      Natürliche und juristische Personen, die sich mit dem Zweck und Ziel des Verbandes identifizieren und den Verband materiell und ideell fördern wollen.

 

2.    Voraussetzung für den Erwerb der Mitgliedschaft ist ein schriftlicher Aufnahmeantrag, der an den Vorstand gerichtet werden soll. Bei beschränkt Geschäftsfähigen, insbesondere bei Minderjährigen, ist der Antrag auch von dem gesetzlichen Vertreter zu unterschreiben.

3.    Aufgrund des Aufnahmeantrages kann der Vorstand eine Empfehlung an die Mitgliederversammlung abgeben. Die Mitgliederversammlung entscheidet über den Antrag.

 

§5        Beendigung der Mitgliedschaft

1.    Die Mitgliedschaft endet durch Austritt aus dem Verband, Ausschluss, Streichung von der Mitgliederliste, Tod oder durch Auflösung der juristischen Person.

2.    Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand. Bei beschränkt Geschäftsfähigen, insbesondere bei Minderjährigen, ist die Austrittserklärung auch vom gesetzlichen Vertreter zu unterschreiben. Der Austritt kann jederzeit erklärt werden.

3.    Ein Mitglied kann durch Beschluss des Vorstandes von der Mitgliederliste gestrichen werden, wenn es trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung der Zahlung des Mitgliedsbeitrages oder von Umlagen im Rückstand ist.

4.    Wenn ein Mitglied grob schuldhaft gegen Ziele, Interessen und Ansehen des Verbandes verstößt oder zur Einhaltung der Verbandsziele nicht mehr bereit oder in der Lage ist, kann der Vorstand der Mitgliederversammlung den Ausschluss empfehlen. Der Ausschluss muss von der Mitgliederversammlung beschlossen werden. Zwischenzeitlich ruht die Mitgliedschaft.

Der Beschluss des Vorstandes ist schriftlich zu begründen und dem Mitglied zuzusenden. Gegen den Beschluss kann das Mitglied Berufung an die Mitgliederversammlung einlegen. Die Berufung ist innerhalb eines Monats nach Zugang des Beschlusses beim Vorstand einzulegen.

Der Vorstand hat binnen eines Monats nach fristgemäßer Einlegung der Berufung eine Mitgliederversammlung einzuberufen, die abschließend über den Ausschluss entscheidet.

§6        Organe des Verbandes

Organe des Verbandes sind die Mitgliederversammlung, der Vorstand und der Beirat.

 

§7        Mitgliederversammlung

1.    In der Mitgliederversammlung hat jedes ordentliche Mitglied eine Stimme. Zur Ausübung des Stimmrechtes kann ein anderes Mitglied schriftlich bevollmächtigt werden. Die Bevollmächtigung ist für jede Mitgliederversammlung gesondert zu erteilen; ein Mitglied darf jedoch nicht mehr als 10% der Stimmen aller ordentlichen Mitglieder auf sich vereinigen.

2.    Die Mitgliederversammlung ist für folgende Angelegenheiten zuständig:

a)  Genehmigung des vom Vorstand aufgestellten Haushaltsplanes für das folgende Geschäftsjahr; Entgegennahme des Jahresberichtes des Vorstandes; Entlastung des Vorstandes;

b)  Festsetzung der Mitgliedsbeiträge und Umlagen;

c)  Wahl und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes;

d)  Benennung zweier Rechnungs- und Kassenprüfer;

e)  Beschlussfassung über Änderungen der Satzung und Auflösung des Verbandes;

f)  Beschlussfassung über Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern;

g)  Ernennung von Ehrenmitgliedern;

h)  Verbandsgeschäftsordnung;

i)   Grundsätze und Politik des Verbandes.

 

§8        Einberufung der Mitgliederversammlung

1.    Mindestens einmal im Jahr soll die ordentliche Mitgliederversammlung stattfinden. Sie wird vom Vorstand unter Einhaltung einer Frist von einem Monat unter Angabe der Tagesordnung einberufen. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Die Einladung kann auf schriftlichem Wege (per Post oder als Fax) oder als E-Mail erfolgen. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte vom Mitglied des Verbandes schriftlich bekanntgegebene postalische, Fax- oder E-Mail-Adresse gerichtet ist. Die Tagesordnung setzt der Vorstand fest.

2.    Jedes Mitglied kann spätestens eine Woche vor einer Mitgliederversammlung beim Vorstand schriftlich eine Ergänzung der Tagesordnung beantragen. Der Versammlungsleiter hat zu Beginn der Mitgliederversammlung die Ergänzung bekanntzugeben. Über Anträge auf Ergänzung der Tagesordnung, die in Mitgliedsversammlungen gestellt werden, beschließt die Versammlung.

§9        Außerordentliche Mitgliederversammlung

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung kann vom Vorstand mit 14-tägiger Frist einberufen werden, wenn das Interesse des Verbandes es erfordert oder wenn ein Zehntel der ordentlichen Mitglieder dies schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe verlangt.

§10      Beschlussfassung der Mitgliederversammlung

1.    Die Mitgliederversammlung bestimmt für die Dauer der Versammlung einen Sitzungsleiter.

2.    Die Art der Abstimmung bestimmt der Versammlungsleiter.

3.    Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens 20 % der ordentlichen Verbandsmitglieder anwesend sind. Von diesen 20 % kann maximal die Hälfte (10 % der ordentlichen Mitglieder) per Stimmübertragung an anwesende ordentliche Mitglieder übertragen sein. Bei Beschlussunfähigkeit ist der Vorstand verpflichtet, innerhalb von vier Wochen eine zweite  Mitgliederversammlung mit der gleichen Tagesordnung einzuberufen; diese ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig. Hierauf ist in der Einladung hinzuweisen.

4.    Die Mitgliederversammlung fasst Beschlüsse im Allgemeinen mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen; Stimmenthaltungen bleiben daher außer Betracht. Zur Änderung der Satzung und zur Auflösung des Verbandes ist jedoch eine Mehrheit von zwei Dritteln der ordentlichen Mitglieder notwendig.

5.    Über Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll aufzunehmen, das vom jeweiligen Schriftführer und Versammlungsleiter zu unterzeichnen und den Mitgliedern zuzusenden ist.

 

§11      Pflichten der Mitglieder

Die Mitglieder sind zur Einhaltung der in § 2 genannten Grundsätze verpflichtet.

Die Mitglieder sind verpflichtet, unaufgefordert jede Änderung der Voraussetzungen ihrer Mitgliedschaft innerhalb von vier Wochen dem Vorstand zu melden.

Die Mitglieder sind ferner verpflichtet, dem Vorstand auf Anfrage Auskünfte über ihre Tätigkeit zu geben, insbesondere im Hinblick auf die Verbandsgrundsätze. Die Mitglieder verpflichten sich zu kollegialer Zusammenarbeit und zur Förderung verbandsinterner Arbeitsgemeinschaften.

§12      Beiträge und Verbandsfinanzen

Die Mitglieder leisten einen jährlichen Beitrag, dessen Höhe von der Mitgliederversammlung festgelegt wird. Die Beiträge sind spätestens am 31.3. eines jeden Kalenderjahres zur Zahlung fällig.

Der Vorstand kann in geeigneten Fällen Gebühren, Beiträge und Umlagen ganz oder teilweise erlassen oder stunden.

 

§13      Vorstand

1.    Der Vorstand besteht aus mindestens 3 und maximal 5 Personen. Er wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden, dessen Stellvertreter sowie einen Schatzmeister.

2.    Der Verband wird gerichtlich und außergerichtlich durch den Vorsitzenden und ein weiteres Vorstandsmitglied vertreten.

 

§14      Zuständigkeit des Vorstandes

1.      Er hat insbesondere folgende Aufgaben:

a)  Förderung der Auseinandersetzung über die mit den Verbandszielen verbundenen Fragestellungen;

b)  Vorbereitung und Einberufung der Mitgliederversammlung sowie Aufstellung der Tagesordnung;

c)  Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung;

d)  Vorbereitung des Haushaltsplans, Buchführung, Erstellung des Jahresberichtes;

e)  Überwachung der Einhaltung der Verbandsregeln;

f)  Empfehlung über die Aufnahme von ordentlichen Mitgliedern.

 

2.    Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung.

 

§15      Wahl und Amtsdauer des Vorstandes

1.    Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Jedes Vorstandsmitglied ist einzeln zu wählen. Zu Vorstandsmitgliedern können nur ordentliche Mitglieder des Verbandes gewählt werden. Mit der Beendigung der Mitgliedschaft im Verband endet auch das Amt eines Vorstandsmitgliedes.

2.    Scheidet ein Mitglied des Vorstandes vorzeitig aus, so kann der Vorstand für die restliche Amtsdauer des Ausgeschiedenen einen Nachfolger hinzuwählen (co-opt).

 

§16      Sitzungen und Beschlüsse des Vorstandes

1.    Die Vorstandssitzungen werden vom Vorsitzenden oder bei Verhinderung von dem Stellvertreter einberufen. Darüber hinaus können 3 Vorstandsmitglieder gemeinsam die Einberufung einer Vorstandssitzung verlangen.

 

2.    Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens 50% seiner Mitglieder anwesend sind. Bei der Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der abgegebenen Stimmen, bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des jeweiligen Vorsitzenden.

 

§17      Der Beirat

1.    Der Vorstand kann einen Beirat einberufen, dessen Mitglieder nicht Mitglieder des Verbandes sein müssen. Die Berufung erfolgt für jeweils 2 Jahre und kann erneuert werden.

2.    In dem Beirat sollen die Vertreter von Organisationen der Entwicklungs-zusammenarbeit, der Hochschulen und Forschungsinstitute sowie ähnlicher Gruppierungen vertreten sein.

3.    Der Beirat berät den Vorstand inhaltlich im Sinne der Präambel.

 

§18      Verbandshaftung

Für Schäden aller Art, die einem Mitglied des Verbandes aus der Inanspruchnahme der Verbandseinrichtungen oder der Teilnahme an Verbandsveranstaltungen direkt oder indirekt entstehen, haftet der Verband nur, wenn Personen, für die der Verband nach BGB einzustehen hat, Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen wird.

Alle Ansprüche der Mitglieder gegen den Verband verjähren sechs Monate nach Eintritt des anspruchbegründenden Ereignisses.

 

Stuttgart, den 18.12.2005 AT-Verband